Prof: Dr. Kurt Brey stellte die Ideen, die hinter dem Sozialcampus stehen vor. Bis 2039 gehe die Statistik von einem Plus von 350 hochaltrigen Personen in Hirschau aus. Zudem bestehe beim Altenheim Veränderungsbedarf und auch im Kindergartenbereich bestehe Handlungsbedarf. Angedacht seien die Errichtung eines Senioren- und Pflegeheims mit 100 bis 110 Plätzen, und weiteren begleitenden Angeboten, sowie einer Kindertageseinrichtung, deren Gruppenzahl noch offen sei. Da brauche man fachlichen Rat um die benötigte Größe festlegen zu können. Auch die Beschäftigten sollten in der Planungsphase gehört werden. Überplant werden sollen das im Besitz der Stadt befindliche ehemalige Sportgelände des TuS Hirschau und der ehemalige B-Platz der Fußballer, der sich in Privatbesitz befindet. Die Gebäude sollen angrenzend an die Schönbrunner Straße entstehen. Ein Teil des Geländes bleibt frei für spätere Nutzung.
Finanzierung und Bau sollen private Investoren übernehmen mit anschließendem Verkauf oder Vermietung an einen qualifizierten Träger. Peter Leitsoni stellte zum einen die Zuständigkeit der Stadt für den Bau eines Altenheims in Frage, zudem wollte er wissen welche Pläne es für die Nachfolgenutzung des derzeitigen Seniorenheims es gebe. Am Ende hätte die Stadt wohl Einnahmeausfälle zu verkraften. Er stimmte wegen vieler offener Fragen derzeit gegen das Projekt. Alle anderen Räte befürworteten die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplans, die Aufhebung des bisherigen Bebauungsplans, sowie die Änderung des Flächennutzungsplans. Fachstellen und Bevölkerung sollen parallel beteiligt werden. Tiefer wird ins Thema eingestiegen, wenn die Rückmeldungen der Fachstellen und detaillierte Planungen vorliegen.
Das zweite ins Auge gefasste größere Projekt in Hirschau ist derzeit ein altstadtnahes Baugebiet auf einer noch freien Wiese an der Walkstraße unter Einbeziehung zweier denkmalgeschützter Altstadthäuser. Hans-Jörg Tiefel von Renner Consult informierte, Auf der Wiese sei ein Wohngebiet geplant mit einzelnen Gewerbeanteilen und sozialen Einrichtungen. Die Gebäude in der Altstadt sollten unter Berücksichtigung der vorhandenen Vorgaben nutzbar gemacht werden. Auch eine mögliche Hochwassersituation bei durchfließenden Schießhüttenbach müsse berücksichtigt werden. Grundsätzlich standen die Räte der Sache offen gegenüber. Dass die Stadthäuser einbezogen würden sah man als Chance. Man sollte das Vorhaben in der frühen Planungsphase nicht zerreden, sondern die Meinungen der Fachstellen und die Bürgerbeteiligung abwarten. Alle Fraktionen hielten es für wichtig, dass genügend Parkplätze geschaffen werden und kein zusätzlicher Parkdruck in den umliegenden Straßen oder der Innenstadt entsteht. Günther Amann sah für sich zu viele offene Fragen, deshalb, so stellte er fest, stimme er derzeit nicht zu, was sich aber ändern könne.





