Hirschau. Bei der Frauenbund-Adventfeier im Dezember 2018 erhielt Jura-Werkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht eine 1000-Euro-Spende. Letzte Woche konnten die Frauenbündlerinnen die Einrichtung besichtigen.
Im Jahr 2018 hatte sich der Frauenbund mangels Personal erstmals seit der Einführung des Jura-Gartenfestes im Jahr 1990 nicht aktiv mit einem Helferinnenfest an der Ausrichtung des Festes beteiligt. So konnte man, wie auch heuer, nichts zum Festerlös beitragen. Bei der Übergabe des Spendenschecks machte das Führungs-Trio Gerlinde Siegert, Irmgard Sellmeyer und Irmgard Müller aber deutlich, dass sich an der Wertschätzung des Frauenbundes für die Jura-Werkstätten nichts geändert hat. In der Einrichtung werde Großartiges für Menschen mit Behinderung geleistet.
Davon konnte sich eine große Mitgliederschar vergangene Woche vor Ort überzeugen. Geschäftsführer Albrecht und eine Mitarbeiterin führte die Frauen in zwei Gruppen durch die erst am 13. April 2019 eingeweihten Werkstätten und erläuterten ihnen die einzelnen Fertigungsbereiche. Die Gesamtkosten für Werkstätte, Förderstätte und Fahrdienst bezifferten sich auf ca. 20 Millionen Euro. Gefördert worden sei das Projekt vom Zentrum Bayern Familie und Soziales ((ZBFS), von der Bundesagentur für Arbeit, vom Bezirk Oberpfalz, von der Bayerischen Landesstiftung und der Aktion Mensch. Außerdem habe man ein KfW-Darlehen erhalten. Die Werkstätte habe eine Gesamtfläche von 8 750 Quadratmeter. Sie sei für 355 Menschen mit geistiger Behinderung und 24 Personen mit schwerst-mehrfacher Behinderung ausgelegt. Zum Abschluss waren die Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen – gute Gelegenheit für Gerlinde Siegert, sich bei den Gastgebern für den interessanten Nachmittag zu bedanken.





