Drei Tage lang ging es rund in der Ortschaft. Die Dorfgemeinschaft mit ihren 60 Einwohnern und ihr Ortssprecher Hans Scharl erwiesen sich einmal mehr als perfekte Gastgeber. Für die Kirwapaare galt am Samstag zunächst die Redensart, dass die Götter vor das Vergnügen den Schweiß gesetzt haben. Die Burschen mussten den Kirwabaum aus dem Kirchenholz holen und zum Aufstellen herrichten, die Moidln denselben dann mit bunten Bändern schmücken. Um 14 Uhr ragte das Kirwasymbol senkrecht in den weiß-blauen Himmel. Dass am Abend gleich richtig Stimmung aufkam, dafür sorgte die Band „Mir 3 und du“, zu deren Klängen die 14 Kirwapaare ins Festzelt einmarschierten. Bis in die späte Nacht spielte das Quartett stimmungsvoll auf und lockte so manches Paar zu einem Tänzchen auf die Bühne.
Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst, zelebriert vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft. Um den Freialtar vor der Dorfkapelle versammelte sich eine große Schar an Gläubigen. Für die Kirwapaare war die Teilnahme Ehrensache. In seiner Predigt machte Vikar Preitschaft deutlich, dass Mauerwerke im Verbund gemauert werden, um eine gute Statik zu gewährleisten. Einen solchen Verbund brauche es auch in der Gesellschaft. Das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung seien dieser Verbund und stärkten so auch die Gesellschaft. Musikalisch gestaltet wurde die Messfeier von der Gebenbacher Blasmusik. Sie unterhielt die Gäste auch beim Frühschoppen.
Höhepunkt des Nachmittags war das Austanzen des Kirwabaumes. Angeführt vom Trio „Remerschnalzer“ marschierten die Boum und Moidln vor dem Festzelt auf. Sie machten eine exzellente Figur bei der von den alterfahrenen Kirwapaaren einstudierten Sternpolka, beim Siebenschritt, Zwiefachen, Jiffy Mixer und Walzer. Der endete mit der Kür von Carina Hüttner und Michael Dotzler zum Oberkirwapaar. Ein g’stand‘ner Burgstaller Kirwabursch muss aber mehr drauf haben als nur das Tanzen mit seinem Moidl! Wie in den Vorjahren warteten die Boum mit einer Schuhplattler-Einlage auf. Sie gaben den „Watschenplattler“ zum Besten, dass die Lederhosen nur so krachten. Ihre teilweise akrobatische Darbietung quittierte das Publikum mit donnernden Applaus. Danach setzte der Ansturm auf das im neuen Gemeindehaus aufgebaute Kuchenbuffet ein, derweil die „Remerschnalzer“ die Gäste bis in den Abend bestens unterhielten.
Der Montag brachte noch einmal einen Besucheransturm. Die „Remerschnalzer“ versetzten das Publikum ein weiteres Mal in zünftige Kirwastimmung. Als letzter Höhepunkt stand die Verlosung des Kirwabaumes an. Ihn darf seither Quirin Dolles aus Ehenfeld sein eigen nennen.





