(von Werner Schulz)

Sparkassen-Förderstiftung unterstützt Vorhaben des Festspielvereins

Der Festspielverein will die Alte Mälzerei und das Umfeld zum Kulturzentrum ausbauen. Von der Sparkassen-Förderstiftung hat man eine 2 300-Euro Finanzspritze erhalten. Vorstand Hans Drexler (2.v.r.) konnte den Scheck aus den Händen von Landrat Richard Reisinger (2.v.l.) und dem Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Dieter Meier (r.) in Empfang nehmen. Links im Bild: Kundenberaterin Martha Wiedenbauer von der Hirschauer Sparkassenfiliale.

Sparkassen-Förderstiftung unterstützt Vorhaben des Festspielvereins

Hirschau. Der Festspielverein will die Alte Mälzerei und das Umfeld zum Kulturzentrum ausbauen. Um das Vorhaben zu stemmen, braucht man auch Zuschüsse. Von der Sparkassen-Förderstiftung hat man eine 2 300-Euro Finanzspritze erhalten.

Zur Übergabe des Schecks waren Landrat Richard Reisinger und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Amberg-Sulzbach Dieter Meier in den Schlosshof gekommen. Dies gab dem Festspielvereinsvorsitzenden Hans Drexler die Möglichkeit, das Mammutprojekt vor Ort kurz zu erläutern. Der 2003 gegründete Festspielverein habe in seiner Satzung neben der Belebung der „Hirschauer Stückln“ durch Festspielaufführungen die Förderung des Kulturgeschehens schlechthin verankert. Die Festspiele gebe es seit 2003 im Zweijahresturnus. Sieben Spiele habe man seither ausgeführt. Ca. 3 000 Besucher hätten pro Saison die Aufführungen besucht. Je nach Stück hätten 40 bis 75 Darsteller auf der Bühne mitgewirkt.

Zweiter Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten sei seit 2004 das Hirschauer Steingut. Hirschau sei von 1826 bis 1956 Standort der größten Steingutfabriken der Oberpfalz gewesen. In den letzten Jahren habe man mehrere Steingutausstellungen organisiert. Ziel sei die Schaffung eines Museums. Der Verein verfüge bereits über ca. 1 500 Exponate.

Zur nachhaltigen Sicherung der Geschichte und Kultur Hirschaus wolle man die Alte Mälzerei und das Umfeld zu einer zentralen Kultureinrichtung um- und ausbauen. Ein erstes Mosaiksteinchen aus der Gesamtmaßnahme konnte Drexler den Gästen zeigen – die neue, feste Bühne. Wesentlich kostenintensiver werde der Bau der neuen Tribüne. Sie solle künftig 430 Zuschauern Platz bieten. Unter ihr schaffe man eine Toilettenanlage und zwei ca. 50 m² große Lagerräume. Für deren Nutzung interessieren sich der Heimat- und Trachtenverein und der Musikzug. In der Mälzerei soll ein Museum untergebracht werden, das nicht nur das Steingut beherbergt. Hirschauer Persönlichkeiten, die Geschichte von Vereinen und Betrieben und andere für Hirschaus wichtige Ereignisse und Dinge sollen Platz finden. Die Planung sehe u.a. im zweiten Stock den Ausbau von drei Räumen in der Größenordnung von 70, 80 und 90 m² vor. Diese könnten durch andere Vereine genutzt werden. Für das Obergeschoss ist eine Nutzung als „Kleine Bühne“ für Veranstaltungen wie Kabarett, Boulevard usw. denkbar. Um die Räume in den Obergeschossen für behinderte und ältere Menschen erreichbar zu machen, sei der Einbau eines Aufzugs angedacht. Außerdem soll das Kulissenlager eine näher an der Bühne gelegene Heimat erhalten und im „Schweizer Häusl“ am Ostflügel der Mälzerei untergebracht werden. Für das Gesamtprojekt kalkuliere man mit Kosten in Höhe von rund 340 000 Euro. Die bereits gesicherte Finanzierung betrage ca. 140 000 Euro. Hinzu kämen als weitere Eigenleistung des Vereins die Überschüsse aus den Festspielen 2019, 2021 und 2023. Außer an die Förderstiftung der Sparkasse habe man Förderanträge an die Stadt Hirschau, an Leader + und den Kulturfonds Bayern gestellt.

Landrat Richard Reisinger und der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Dieter Meier zeigten sich beeindruckt vom kulturellen Engagement des Festspielvereins. Er leiste einen wertvollen Beitrag für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Region. Die vorgesehenen Maßnahmen erfüllten die Förderkriterien der Stiftung. Man unterstütze keine überregionalen Projekte, sondern ausschließlich solche, die im Geschäftsgebiet der Sparkasse Amberg-Sulzbach angesiedelt sind.

Hans Drexler bedankte sich für die Finanzspritze und lud im Gegenzug die Sponsoren zum Besuch der Festspiele 2019 ein. Aufgeführt wird das Hirschauer Stückl „Die Erbschaft“ von Katrin Klewitz.