Ehenfeld. Von Hirschau aus kann man auf Radwegen in alle Himmelsrichtungen die umliegenden Orte erkunden. Wirklich alle? Nein, denn nach Ehenfeld führt zum Bedauern vieler noch keine Trasse.
Die Dorfgemeinschaft mit ihrem Vorsitzenden Franz Birner hat nun für die alle Pedalritter eine Möglichkeit geschaffen, die nicht auf der Straße nach Hirschau radeln wollen. Besonders für Familien mit kleinen Kindern eignet sich diese Alternative. Aber auch für Spaziergänge rund um Ehenfeld ist der Radweg eine Bereicherung. Ferner können jetzt die jährliche Wallfahrt zum Mariahilfberg nach Amberg und der Bittgang zum Weiher bei der Hölzlmühle, wo man gemeinsam mit den Hirschauer Gläubigen einen Gottesdienst feiert, über diesen Weg führen.
Schnell war vor fünf Jahren der Ausbau der Radstrecke bei Hirschau über die Bühne gegangen, doch am Ehenbach war Schluss. Die statischen Berechnungen und behördlichen Genehmigungen für die für den Lückenschluss notwendige Brücke zogen sich hin. Und da die meisten Arbeiten ehrenamtlich durchgeführt wurden, musste auch geschaut werden, wann die Mitglieder der Rentnergruppe Zeit hatten.
Franz Birner plante das Vorhaben und koordinierte die Arbeiten der zehn Helfer. Insgesamt leisteten sie ehrenamtlich 230 Stunden. Doch ohne die Unterstützung der örtlichen Handwerksbetriebe und natürlich der Stadt Hirschau würde es keine Radbrücke über den Ehenbach geben. Der Radweg geht nun nach der Brücke unterhalb des Ebenhofs in den Feldweg zum Weiher bei der Hölzlmühle über und führt von dort weiter bis zum Kalvarienberg in Hirschau, wo man auf der bereits bestehenden Trasse weiterfahren kann.
Im Rahmen der Flurprozession wurde die ca. 6,5 m lange Stahlbrücke nun geweiht und bekam von Pfarrer Hans-Peter Bergmann den kirchlichen Segen.
Möge der Radweg Menschen verbinden und die Radler, die ihn benutzen immer unfallfrei unterwegs sein.





