Amberg-Sulzbach/Hirschau. Die Drittklässler der Hirschauer Grundschule sind topfit in Sachen Wald. Bei den im Mai ausgetragenen 49. Waldjugendspielen holten sie sich den 1. Preis. Nun fand in der Schulaula die Siegerehrung statt.
Dazu war nicht nur die Siegerklasse eingeladen, sondern auch die Drittklässler aus Freihung, Ebermannsdorf und der Amberger Dreifaltigkeits-Grundschule. Sie wurden nach dem „Jagdhornsignal“ von Musiklehrerin Regina Rester-Achhammer und dem „Blätterrauschen“ der Flötengruppe von Lehrer Alois Feyrer von Rektorin Birgit Härtl ebenso begrüßt wie eine Reihe von Ehrengästen, allen voran die Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau) und Martin Preuß (Amberg). Falk gratulierte den Siegern und bezeichnete es als wichtig, den Kindern die Natur spielerisch und praktisch nahe zu bringen und ihnen ihre lebenswichtige Bedeutung bewusst zu machen. „Viele Kinder kennen den Unterschied von I-Phone und Samsung, aber nicht von Fichte und Eiche.“ Dank gebühre der Forstverwaltung wie der Lehrerschaft. Preuß verband seine Glückwünsche mit dem Hinweis, dass die Stadt ihre Waldflächen gerne für den Wettbewerb zur Verfügung stelle, um jungen Menschen den Wert des Waldes als Erholungs- und Erlebnisraum, ökologisches Rückzugsgebiet für Flora und Fauna sowie als wichtigen Sauerstofflieferanten zu erschließen.
Nachdem die Drittklässler ihr Vogelhochzeit-Lied geträllert hatten, schritt Abteilungsleiter Franz Eichenseer vom Amberger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Siegerehrung. Das Amt hatte den Wettbewerb am Mariahilfberg organisiert – hauptverantwortlich Revierleiter Werner Lang. Jede Klasse bekam einen Förster bzw. eine Försterin als Forstpaten. Er begleitete die Kinder auf dem Waldparcours und erzählte ihnen Interessantes über Wald- und Forstwirtschaft. Entlang des Weges warteten Aufgaben, die mit Geschick und Wissen gelöst werden mussten. Zur Freude Eichenseers erinnerten sich viele Kinder an die Geschicklichkeitsspiele. Blätterangeln, Ratestaffel, Sterschlichten, Turmbau und Zapfen-Zielwurf. Bei diesem waren auch die Lehrkräfte nicht sonderlich erfolgreich, so die Zurufe. Wissenswertes wurde zu den Themen Klimawandel, Wildkatze-Wildtier des Jahres 2018, Tanne-Fichte und Kleine Zapfenkunde vermittelt und beim Test abgefragt.
Der Jubel war groß, als Eichenseer bekannt gab, dass die Hirschauer Drittklässler mit ihrer Lehrerin Sonja Gayk die höchste Punktzahl erreicht hatten. Als Forstpate hatte sie Christoph Lauerer begleitet. Auf dem 2. Platz landete die 3. Klasse der GS Ebermannsdorf mit ihrer Lehrerin Ulrike Erlbacher, betreut vom Paten Thomas Groha. Dritte wurden die Drittklässler der Freihunger Josef-Voit-Grundschule mit Rektorin Ulrike Frank. Ihr Forstpate Oliver Kuhn konnte nicht an der Feier teilnehmen. Rang 4 in der Gesamtwertung und gleichzeitig Platz 1 unter den Amberger Schulen belegte die 3b der Dreifaltigkeits-Grundschule mit ihrer Lehrerin Luisa Mädler. Sie wurden von Christoph Lauerer als Pate betreut. Als Belohnung gab es für die Kinder Plüschtiere und Medaillen, solche auch für die Lehrkräfte. Erinnerungsbilder hatten die Teilnehmer schon beim Wettbewerb erhalten. Für die Übernahme der Kosten dankte Eichenseer der Sparkasse Amberg-Sulzbach. Zum Thema passend abgerundet wurde die Feier von der Flötengruppe der Klasse 3/4 mit dem „Tannenzapfen-Rock“.





