Steiningloh. Sie wurde zum achten Mal gefeiert und wurde zum achten Mal ein Erfolg- die Steiningloher Stodlkirwa. Trotz wechselhaften Wetters kamen die Gäste in Scharen. Auf dem Festplatz und im Stodl herrschte Hochbetrieb.
Mit 32 Metern hatte er eine stattliche Höhe – der Kirwabaum, den die Fischer-Boum Andreas und Wolfgang für das Fest gestiftet hatten. Viele starke Mannsbilder halfen am frühen Samstagnachmittag zusammen, um den Riesen in die Senkrechte zu hieven. Mit Hauruck dauerte es gerade einmal ein halbes Stündchen, dann ragte er aufrecht in den Himmel. Die Kirwamoidln hatten ihn vorab entsprechend geschmückt. Bevor es ans zünftige Feiern ging, versammelten sich die Kirwagäste zum Gottesdienst. Da die Dorfkapelle derzeit wegen der Sanierung Baustelle ist, zelebrierte der Ursulapoppenrichter Ruhestandspfarrer Eduard Feichtmeier die Messe auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus. Die Gruppe EVIVA sorgte für eine ansprechende musikalische Gestaltung. Nach dem Schlusssegen zogen die elf Kirwapaare und Gottesdienstbesucher zum Kirwastodl. Dort heizte, wie schon im Vorjahr, die aus dem Landkreis Cham angereiste, Oktoberfest erprobte Kultband „Die Lumpen“ die Stimmung kräftig an. Sie brachte es fertig, dass so manches Pärchen munter das Tanzbein schwang. Kaum jemand dachte ans Heimgehen. Bis tief in die Nacht war es viel zu schön im Kirwastodl.
Halbwegs ausgeruht machten sich die Burschen am frühen Sonntagnachmittag auf den Weg, um ihre Moidln mit dem Kirwawagen zum Baumaustanzen abzuholen. Auf dem voll besetzten Festplatz wurden die Kirwapaare vom Publikum schon sehnlichst erwartet. Kurz nach 15 Uhr marschierten sie dann auf - D’Allerscheynst‘n vornedran. Von ihnen musikalisch begleitet machten die Boum und Moidln durchwegs eine gute Figur bei der Stern- und Zigeunerpolka, beim „Siebenschritt“ und beim „Hammerschmiedg’selln.“ Als das Trio beim Walzer abrupt seine Instrumente verstummen ließ, hielten Christine Silbermann und Jakob Stauber den Blumenstrauß in Händen. Sichtlich überrascht nahmen beide zur Kenntnis, dass sie soeben zum Oberkirwapaar gekürt wurden. Blumensträuße gab es dann auch für Eva Ries und Franz Mader vom Hirschauer Heimat- und Trachtenverein. Sie hatten beim Einstudieren der Tänze ganze Arbeit geleistet.
Am Abend legten sich „D’Hopfnzupfer“ im vollen Stodl mächtig ins Zeug und unterhielten das Publikum mit ihren schmissigen Klängen. Zu später Stunde wurden der Kirwabaum und viele Sachpreise verlost. Als Kirwabaumgewinnerin wurde mit Stefanie Wagner ein Ex-Kirwamoidl gezogen. Sie ließ den Baum versteigern. Endgültiger Besitzer des Baumes wurde Gerald Silbermann. Als goldrichtig erwies es sich erneut, einen dritten Kirwatag anzuhängen. Am Montag wurde nochmals der Grill angeschürt. Viele Firmen- und Behördenvertreter fanden sich zusammen mit den Kirwaapaaren zum Mittagessen ein.





