Hirschau. Wenn die Gläubigen der Katholischen Stadtpfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt und der Ehenfelder Pfarrei St. Michael am kommenden Sonntag (9. Juli) die Tradition der Fußwallfahrten zum Amberger Mariahilfberg fortsetzen, feiern Wolfgang Weih und Alfred Härtl kleine Jubiläen. Wolfgang Weih war vor zehn Jahren, am 29. Juni 2007, erstmals als Wallfahrtsführer mit der Hirschau-Ehenfelder Pilgergruppe zum Mariahilfberg unterwegs. Sein Vorgänger Adolf Wisgickl hatte diese Aufgabe 48 Jahre lang erfüllt.
Zum zehnten Mal gibt es für die Wallfahrer als Erinnerungsgeschenk ein Wallfahrtsbild, das Alfred Härtl gestaltet und finanziert hat. Abgebildet ist dieses Mal das an der Kreisstraße AS 18 Richtung Ehenfeld an der linken Straßenseite am sogenannten „Bieracker“, vor der Einbiegung zu den Hilpertweihern stehende „Hanswolfen-Marterl“. Das unter Denkmalschutz stehende Marterl aus Seugaster Sandstein trägt die Buchstaben W.M. für Wolfgang Meier und die Jahreszahl 1902. Das Marterl ist 1,77 Meter hoch, 49 Zentimeter breit und 36 Zentimeter tief. In einer kleinen Nische ist das Bild der Madonna auf Blech gemalt. Es wird heute noch von der „Hanswolfen-Nachkommenschaft“ mit Blumen geschmückt. An dem Platz, an dem das Marterl heute steht, soll sich der „Hanswolfen“ Wolfgang Meier damals mit der Schneidemaschine die Hand abgetrennt haben.
Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann sagte Wolfgang Weih ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für die erneute Übernahme der Wallfahrtsführung und Alfred Härtl für die kostenlose Überlassung der Wallfahrtsbilder.





