Hirschau. „Viele kleine Leute, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern...!“ Der Text des Liedes, das die Grund- und Mittelschüler unter Leitung von Lehrer Alois Feyrer – begleitet von der Flötengruppe der Klasse 3/4 – sangen, passte wie die Faust aufs Auge zum Anlass, wegen dem sie und ihre Lehrkräfte sich in der Schulaula versammelten: An Dr. Ulrich Siebenbürger, dem Vorsitzenden der „Projekthilfe Dr. Luppa“, wurde der Erlös des diesjährigen Solidaritätslaufes übergeben, auf den Cent genau 3333,33 Euro.
Zum fünften Mal hatten die Schule auf Initiative des Lehrerehepaares Hildegard und Alois Feyrer ihren Wandertag unter das Motto „Lauf mit für Afrika“ gestellt. Durch die Frühmesswaldung wandernd und danach in der Schulturnhalle rundendrehend hatten sie im Juni exakt 1823 Kilometer zurückgelegt. Die vielen kleinen Schritte, die die vielen kleinen Leute dabei getan haben, wurden freilich nicht gezählt. Die Strecke entspricht jedenfalls der Entfernung von Hirschau bis zur finnischen Hauptstadt Helsinki. Die Kinder hatten für ihr Wanderprojekt selbst Sponsoren besorgt. Dank ihrer Wander- und Laufleistung kamen stattliche 2628,75 Euro zusammen. Der Betrag wurde von Busunternehmer Harald Herrmann großzügig auf 3333,33 Euro aufgerundet. Diese stolze Summe konnte Rektor Hans Meindl an Dr. Siebenbürger überreichen.
Dieser war sichtlich beeindruckt vom Engagement der Schüler und Lehrkräfte. Die Spende sei ein großartiges Geschenk für die Hilfsorganisation, die 1964 gegründet wurde. Anhand von Fotos schilderte Dr. Siebenbürger eindrucksvoll die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen in Burkina Faso. Als Anschauungsmaterial hatte er auch Trommeln mitgebracht und schlüpfte sogar selbst in das Festtagsgewand eines Dorfchefs. Wie gebannt hingen die Schülerinnen und Schüler an seinen Lippen und betrachteten konzentriert die Bilder von den Werkstätten, dem Klassenzimmer und dem Brunnen – alles Projekte, in die die Erlöse der Solidaritätsläufe der vergangenen Jahre geflossen sind. Aktuell werde ein neues Projekt in Kamerun gefördert, eine Pilzzucht auf Stroh. Mit ihr könnten sich Familien eine Existenzgrundlage schaffen.
Rektor Hans Meindl dankte allen Schülern und Eltern für die Unterstützung, dem Kollegium, den Organisatoren Hildegard und Alois Feyrer und Busunternehmer Herrmann für das großzügige Aufstocken der Spende. Man sei überzeugt, dass das Geld bei der Projekthilfe in den richtigen Händen ist. Außerdem zeichnete der Schulleiter die besten Läufer mit Preisen aus. Sie erhielten von Bürgermeister Hermann Falk gestiftete Karten für die Sommerrodelbahn Montecoaster bzw. die Minigolfanlage am Monte Kaolino. Bester Läufer mit 16 Kilometern war Julian Blaschke aus der Klasse 4.





