(von Werner Schulz)

27. Jura-Gartenfest ein voller Erfolg

14 Vereine halfen am 5. Juni beim 27. Jura-Gartenfest zusammen. Dank des Gästeandrangs und der eingegangen Spenden wurde der beachtliche Erlös von 2 235 Euro erzielt. Nach der Schlussbesprechung überreichten Organisations-Chefin Brunhilde Fehlner (vorne 4.v.l.) und Christina Wisneth (vorne 3.v.l.) den Spendenscheck an Jurawerkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht (vorne 5.v.l.). Wie Albrecht dankten Bürgermeister Hermann Falk (vorne 4.v. r.) und der stellv. Lebenshilfevorsitzende Manfred Schießl (l.) allen Beteiligten für ihr beispielgebendes Engagement. Vorne 2.v.l. der Festbegründer und langjährige Organisator Walter Widder.

27. Jura-Gartenfest ein voller Erfolg

Hirschau. Lange war es fraglich, ob es 2016 die 27. Auflage des Jura-Gartenfestes geben wird, nachdem letztes Jahr Chef-Organisatorin Brunhilde Fehlner ihren Rückzug erklärt hatte. Da ihr das Fest „sehr am Herzen liegt“, zog sie noch einmal die Fäden, bei der Abwicklung der Bürokratie unterstützt von Christina Wisneth. Ihr Engagement und das der 14 beim Fest aktiven Vereine haben sich gelohnt. Bei der Schlussbesprechung in der Schloss-Gaststätte konnte an Jura-Werkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht und den stellv. Lebenshilfe-Vorsitzenden Manfred Schießl die stolze Summe von 2 235 Euro übergeben werden. Seit der Festpremiere im Jahr 1990 hat man damit für die Behinderteneinrichtung insgesamt 58 280 Euro gespendet.

Brunhilde Fehlner verband die Spendenübergabe mit einem Rückblick auf die Geschichte des Jura-Festes. Auf Anregung von Walter Widder wurde es 1990 von acht Vereinen ausgerichtet. Eigentlich als einmalige Aktion gedacht, entwickelte es sich zum Dauerbrenner. Heuer hatten einige Vereine ihre Mitwirkung abgesagt. Erfreulicherweise wurden neue hinzugewonnen. Mitglieder aus 14 Vereinen haben aktiv mitgeholfen. Mit dabei waren: Anglerfreunde, Dorfgemeinschaft Ehenfeld, Festspielverein, CSU-Frauen-Union, Gesangverein, Heimat- und Trachtenverein, IG Bergbau-Chemie-Energie, Kath. Frauenbund, Kolping-Theatergruppe, Musikzug, Schäferhundverein RSV 2000, TTC Kolping, TuS/WE und Wanderverein. Der Einsatz jedes Einzelnen sei wichtig gewesen. Fehlners Dank galt auch der Geschäftswelt, die alljährlich mit Sachpreisen zur reichlichen Bestückung der Tombola beigetragen oder mit Geldspenden die Aktion unterstützt hat. Ein Extra-Danke galt Bürgermeister Falk dafür, dass man für die Nutzung des Josefshauses und des Gartens sowie für die Leistungen des Bauhofs  keine Kosten angefallen sind. Bei gutem Wetter sei der Josefshausgarten innerhalb kurzer Zeit mit Gästen aus den Jura-Werkstätten und Wohnheimen mit ihren Betreuern und Angehörigen sowie aus der Hirschauer Bevölkerung besetzt gewesen. Am Spätnachmittag habe ein Gewitter die Gästezahl stark schrumpfen lassen. Dennoch habe man mit 1 813,15 Euro einen ansehnlichen Ertrag erwirtschaftet. Dazu seien Spenden in Höhe von 421,85 Euro gekommen. So beziffere sich die diesjährige Spende auf 2 235 Euro. Abschließend machte sie deutlich, dass sie definitiv letztmalig als Organisatorin zur Verfügung gestanden habe, wohl aber weiter zur Unterstützung bereit sei.

Bürgermeister Hermann Falk, zugleich Schirmherr des Festes, dankte Brunhilde Fehlner für die geleistete Organisationsarbeit und Christina Wisneth für die Bereitschaft, mit der Kolping-Theatergruppe offiziell als Veranstalter aufzutreten. In seinen Dank schloss er Walter Widder, den Erfinder des Festes, und alle ein, die ihre Freizeit für den guten Zweck geopfert haben. Er hoffte, dass die Vereine weiter bei der Stange bleiben. Ihr soziales Engagement verdiene höchste Anerkennung. Überzeugt war er, dass das Geld bei den Jura-Werkstätten bestens aufgehoben ist. Er stehe gerne wieder als Schirmherr zur Verfügung. Festgehalten werde auch an der kostenlosen Nutzung des Josefshauses.

Nach Aussage von Geschäftsführer Albrecht, der ich herzlich bei Brunhilde und den Vereinsvertretern für die neuerliche Spende bedankte, werde man die Summe nicht schon 2016 verwenden. Grund sei der laufende Neubau der Werkstätten. 2017 werde die Spende in eine neue Schulküche und einen neuen Werkraum für kreatives Gestalten einfließen. Momentan werde die Turnhalle als Werkraum genutzt. Als „weit und breit einzigartig“ bezeichnete der stellv. Lebenshilfevorsitzende Manfred Schießl in seinen Dankesworten das Engagement und den Zusammenhalt der Hirschauer Vereine. Bei der Lebenshilfe und den Jurawerkstätten wisse man diesen außergewöhnlichen Einsatz hoch zu schätzen.