Hirschau. Ins tausendjährige Ammerthal führte der Sommerausflug der Senioren, zu dem der Pfarrgemeinderat der Pfarrei Mariä Himmelfahrt letzte Woche eingeladen hatte. In der Reisegruppe mit von der Partie war auch Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann.
In Ammerthal erwartete die Hirschauer mit Pfarrer Klaus Haußmann ein in der Kaolinstadt nicht ganz unbekannter Fremdenführer. Der Geistliche ist ihnen als Koryphäe in Sachen Steingut und Keramik in bester Erinnerung. Mehrfach hat er im letzten Jahrzehnt wertvolle Stücke aus seiner Sammlung Hirschauer Steinguts als Exponate für Ausstellungen im Hirschauer Pflegschloss zur Verfügung gestellt hat.
Dieses Mal outete er sich als hervorragender Kenner der Geschichte Ammerthals, ganz besonders der um 1010 entstandenen, hoch auf dem Fels über dem Ammerbach gelegenen Frauenkirche, einer ehemaligen Burgkapelle, und der um 1100 in sorgsamer Quadertechnik errichteten Pfarrkirche St. Nikolaus. Beide Gotteshäuser, so Haußmann, gehören zu den ältesten im Landkreis Amberg-Sulzbach. Einen etwas kuriosen Eindruck erweckten die Fabelgestalten an der Dachtraufe der Frauenkirche. Am Eingang der St. Nikolauskirche wurden die beiden Portallöwen bestaunt.
Nicht nur Pfarrer Haußmann, der sein Herz an die „Königin der Blumen verloren hat, auch seine Gäste waren mehr als begeistert von seinem Rosengarten. Von seinem früheren Wirkungsort Friedenfels hatte er Wurzeln alter Rosenstöcke mitgebracht. Sie datieren z.T. zurück bis in die Zeit der französischen Kaiserin Josephine. Es gab sogar Rosen aus der Gruppe der Damaszener Rosen und der "Rosa Gallica" zu bewundern, aus denen das Rosenöl gewonnen wird.Das Rosenmeer verstreute einen geradezu betörenden Duft. Bei der gemütlichen Kaffeerunde im Pfarrheim präsentiere Pfarrer Haußmann noch Bilder von den großen Rosenstöcken im Pfarrgarten in Friedenfels. Zum Schluss statteten die Senioren der Konditorei Weber einen Besuch ab und deckten sich mit köstlicher Schokolade ein.





