(von Werner Schulz)

Dousamma-Vorbereitungen bereits auf Hochtouren

dousamma

Zum Planungsgespräch trafen sich v. l.: Bürgermeister Hermann Falk, Michael Luber, Ludwig Koller, Kreisheimatpfleger und Chef-Organisator Dieter Kohl und Gewerbeverbandsvorsitzender Alfred Härtl. Zum Team gehören auch der NBMB-Kreisvorsitzende Werner Stein und Kreisheimatpflegerin Martha Pruy, die nicht an der Besprechung teilnehmen konnten.

Hirschau. Volksmusik ist ein lebendiger und wichtiger Teil der Heimatkultur. Das bewiesen eindrucksvoll die „Dousamma-Volksmusikspektakel“, die 2012 in Schnaittenbach und 2014 in Ursensollen hunderte von Besuchern anlockten. Nächstes Jahr ist „dousamma“ wieder im Kaolinpott zu Gast, dieses Mal in Hirschau. Am 25. Mai 2017, dem Feiertag Christi Himmelfahrt, steigt das Volksmusikfest in der „Stadt der Weißen Erde“.

 

Unter der Regie von Kreisheimatpfleger Dieter Kohl laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Offizieller Veranstalter wird die Stadt Hirschau sein. Bürgermeister Hermann Falk sieht im „dousamma 2017“ eine exzellente Werbemöglichkeit für die Stadt. Die neugestaltete Innenstadt biete ein hervorragendes Ambiente für die Großveranstaltung, die Besucher über die Grenzen der Oberpfalz hinaus anlocken wird. Aufgeschlossen zeigt sich das Stadtoberhaupt für Dieter Kohls Idee, erstmals etwas „Grenzübergreifendes hinzukriegen“ und auch Gruppen aus dem Nachbarland Tschechien einzuladen. Schließlich habe Hirschau im 14. Jahrhundert zu Zeiten Kaiser Karls IV. einige Jahre zu Böhmen gehört. Außerdem unterhalte Hirschau seit Oktober 2003 eine Städtepartnerschaft zur tschechischen Kaolinstadt Nova Role. Die Partnerschaft sei 2009 schon einmal musikalisch untermauert und belebt worden, als der Musikzug bei einem Musikfestival in Nova Role aufgetreten sei. Ein möglicher Partner könnte die dortige Musikschule sein. Für den Fall, dass das „dousamma 2017“ zu einem grenzübergreifenden Fest wird, erhoffen sich der Bürgermeister und Chef-Organisator Dieter Kohl finanzielle Unterstützung durch die Euregio Egrensis. Letzterer unterstrich, dass am bewährten „Doussamma-Grundkonzept“ festgehalten werde. Sänger und Musikanten können von 11 bis 20 Uhr auf verschiedenen Spielbühnen – in Hirschau wird es zehn geben - ihre Auffassung von Volksmusik vorstellen, egal ob traditionell oder modern. Nach Lust und Laune könne „Jeder“ aufspielen. Ob Moritaten-, Balladen-, Couplet- oder Schnodahüpflsänger, Liedermacher, Tanzl- oder Stubnmusikanten, Streicher, „Quetscher“, „Zupfer“ Bläser oder Tänzer, Zwei-, Drei-, Viergsang oder kleiner Chor, Solist oder kleine bzw. große Blaskapelle: „Jeder“, der gerne mit dabei sein will, ob als Spieler, Sänger oder einfach nur Zuhörer, ist bei diesem Musikantenstelldichein mit all seinen Verwandten, Bekannten und Freunden herzlich willkommen. Interessierte Musikgruppen, so Dieter Kohl, können sich ab sofort unkompliziert per Mausklick auf der von Michael Luber betreuten Homepage www.dousamma.de anmelden. Von den angemeldeten Gruppen werden Fotos in die Homepage aufgenommen.

 

Neben „Auftritten“ auf den verschiedenen Bühnen und Plätzen im gesamten Ort gebe das „dousamma“ Gelegenheit, sich auszutauschen und zu informieren. Instrumentenbauer aus der Oberpfalz, Verlage, Tonstudios, Infostände und eine Kunstausstellung werden vor Ort sein. Ein Regionalmarkt mit Händlern heimischer Produkte und Kunsthandwerker ergänzen das Angebot für Besucher aus nah und fern.

 

Beim Planungsgespräch, an dem neben Bürgermeister Hermann Falk der Gewerbeverbandsvorsitzende Alfred Härtl sowie Michael Luber und Ludwig Koller teilnahmen, konnte Dieter Kohl bereits die zehn Bühnenstandorte bekanntgeben. Bühne eins ist das Festspielgelände im Schlosshof, wo bei Schlechtwetter ein Zelt aufgestellt wird. Bühne zwei befindet sich im Biergarten der Schlossbrauerei, bei Schlechtwetter im Schlosskeller. Bühne drei ist der Stadtpark, Bühne vier die Gaststube des „Goldenen Lamm“, Bühne fünf der „Gschrei-Garten“ bzw. die Gaststube. Im Café Zuckersüß (Bühne sechs) sollen eventuell Lesungen angeboten werden. Der Musikzug betreut die siebte Bühne auf der Westseite des Marktplatzes. Alternativ könnten die Musikgruppen im Rathaus spielen. Als achte Bühne und Schauplatz für kirchliche Volksmusik ist die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt vorgesehen. Im „Goldenen Hirsch“, je nach Wetter Biergarten oder Gaststube, befindet sich die neunte, im Josefshaus die zehnte Bühne. Dort werden auch die Aufnahmen des Bayerischen Rundfunks gemacht.