(von Werner Schulz)

Heiße Kirwatage in Steiningloh

Das Baumaustanzen endete mit der Kür von Melissa Ries und Tobias Lobenhofer zum neuen Oberkirwapaar.

Heiße Kirwatage in Steiningloh

Steiningloh. Sie wurde zu einem Fest wie aus dem Bilderbuch – die „5. Steiningloher Stodlkirwa“, die am vergangenen Wochenende kräftig gefeiert wurde. Drei Tage lang ging es heiß her rund um den in der Region einzigartigen Kirwastodl samt seinem idyllischen, fein herausgeputzten Festplatz. Die Freiwillige Feuerwehr und die „Steiningloher Kirwaleit“ konnten sich als Veranstalter über Rekordbesucherzahlen freuen. Sankt Petrus trug seinen Teil dazu bei. Er bescherte herrliches Sommerwetter.

Die Kirwaburschen mussten schon am Samstagnachmittag kräftig zupacken. Ihre Aufgabe war es, den 27 Meter hohen, aus dem Rechtlerholz stammenden und von den Kirwamoidln geschmückten Kirwabaum in die Senkrechte zu hieven - ein Unterfangen, das ihnen tadellos gelang. Bevor es ans zünftige Feiern ging, versammelten sich die Kirwagäste an der Dorfkapelle zum Gottesdienst. Er wurde vom Ursulapoppenrichter Pfarrer Eduard Feichtmeier zelebriert und von der Gruppe „Eviva“ musikalisch umrahmt. Nach dem Schlusssegen zogen die 15 Kirwapaare und Gottesdienstbesucher zum Kirwastodl. Dort heizte die Kirwaband „Mir 3 und du“ die Stimmung kräftig an und animierte so manches Pärchen dazu, das Tanzbein zu schwingen.

Halbwegs ausgeruht machten sich die Burschen am frühen Sonntagnachmittag auf den Weg, um ihre Moidln mit dem Kirwawagen zum Baumaustanzen abzuholen. Auf dem voll besetzten Festplatz wurden die Kirwapaare vom Publikum schon sehnlichst erwartet. Musikalisch begleitet vom „Birgl-Trio“ bewiesen dann die Kirwapaare mit ihren perfekt dargebotenen traditionellen Tänzen, dass die Tanzlehrerinnen Eva Ries und Franziska Mader beim Einstudieren ganze Arbeit geleistet hatten. Der Batscher und die Sternpolka saßen genauso wie der Woldjaga und das Mühlradl. Die Kirwaboum und Kirwamoidln kamen einstimmig zu dem Schluss, dass sie „die besten Tanzlehrerinnen hob’n“. Das bis dahin noch amtierende Oberkirwamoidl Christina Pfab unterstrich die Aussage mit der Überreichung von kleinen Geschenken an Eva Ries und Franziska Mader. Mit selbst gestrickten G’stanzln nahmen die Boum und Moidln örtliche Gegebenheiten und auch sich selbst auf den Arm. Zielscheibe der Verse war vor allem das baufällige Pongratz-Haus. „Weg mit dem Schandfleck is unsre Devise, wir woll’n vüll lieber a FKK-Wiese!“ Schließlich endete das Austanzen mit der Kür des neuen Oberkirwapaares. Beim Abbruch des obligatorischen Walzers hielten Melissa Ries und Tobias Lobenhofer den Blumenstrauß in Händen. Nach dem Austanzen wurde zu den „Birgl-Trio-Klängen“ ausgelassen gefeiert. Dass bis in die Nacht Superstimmung herrschte und es auf dem Festplatz und im Stodl rund ging, dafür sorgten die Salleröder Boum. Ihre Klänge waren ganz nach dem Geschmack der Gäste. Zu später Stunde wurden der Kirwabaum und viele Sachpreise und Gutscheine verlost. Als glücklicher Kirwabaumgewinner wurde mit Stefan Schmidl aus Höhengau ein Kirwabursch gezogen. Er ließ den Baum versteigern. Endgültiger Besitzer des Baumes wurde Florian Dotzler aus Steiningloh. Als goldrichtig erwies sich der kurzfristig gefasste Beschluss, erstmals einen dritten Kirwatag anzuhängen. Am Montag wurde nochmals der Grill angeschürt. Viele Firmen- und Behördenvertreter fanden sich zum Mittagessen ein.

 

Heiße Kirwatage in Steiningloh   Heiße Kirwatage in Steiningloh

Ein Höhepunkt der Steiningloher Kirwa war das Baumaustanzen auf dem, Festplatz vor dem Kiwarstodl durch die15 Kirwapaare. Bei Temperaturen um die 30-Grad-Marke war das Mühlradl ganz schön kräfteraubend und schweißtreibend.

Im Auftrag der Kirwapaare bedankte sich das letztjährige Oberkirwamoidl Christina Pfab (l.) bei den beiden „besten Tanzlehrerinnen“ Eva Ries (Mitte) und Franziska Mader (r.) mit einem kleinen Geschenk für das Einüben der Tänze.