Hirschau. Ein großartiges Zeichen der Solidarität mit ihren Altersgenossen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder auf dem Globus, setzten die Mädchen und Jungen der Grund- und Mittelschule vergangene Woche. „Lauf mit für Afrika“ lautete zum vierten Mal das Motto des Solidaritätslaufs, den die Schulkinder auf Initiative des Lehrerehepaares Hildegard und Alois Feyrer anstatt eines normalen Wandertages absolvierten. Zusammen mit ihren Lehrkräften, Rektor Hans Meindl, Bürgermeister Hermann Falk, seinem Stellvertreter Josef Birner und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann legten sie 2 020,500 Kilometer zurück. Das entspricht ziemlich genau der Strecke zwischen Hirschau und der spanischen Hauptstadt Madrid. Die Kinder hatten für ihr Wanderprojekt selbst Sponsoren besorgt. Dank ihrer Spenden kam ein Betrag von 3 050 Euro zusammen. Die Summe wird für die „Projekthilfe Dr. Luppa“ gespendet und an den Amberger Kinderarzt Dr. Ulrich Siebenbürger übergeben. Er wirbt mit dem Slogan „Hilfe, die ankommt!“
Zum Auftakt hatte man sich in der Schulaula getroffen. Nach dem gemeinsam gesungenen, von der Flötengruppe der Klasse 3/4 begleiteten Lied „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten können das Gesicht der Welt verändern“, erläuterte Lehrer Alois Feyrer mit einer Bilder-Show die Situation der Kinder und Jugendlichen in Burkina Faso. Er stellte die „Projekthilfe Dr. Luppa“ vor, deren Vorsitzender seit 1996 Dr. Siebenbürger ist. Die Mädchen und Jungen der Klasse 1/2 erläuterten in einem szenischen Spiel die Bedeutung des Begriffs Solidaritätslauf. Dann machten sich die Schulkinder mit ihren Lehrkräften, den beiden Bürgermeistern und dem Pfarrer auf zu ihrer sechs Kilometer langen Wanderung durch den Frühmesswald. Sogar die Kleinsten aus den ersten Klassen liefen begeistert mit und schwenkten ihr Transparent. Nach der Rückkehr konnten sich die Wanderer bei einem von den Eltern spendierten Buffet stärken. Zum Abschluss ging es auf den Schulsportplatz. Dort liefen die Kinder wie die Erwachsenen mit Begeisterung ihre 250-Meter-Runden. Jede gelaufene Runde wurde von den Klassenleitern auf der Laufkarte abgestempelt. Sogar eine Reihe von Erstklässlern schaffte dadurch weitere sechs Kilometer. Die Freude, durch Laufen helfen zu können, war bei jedem Kind zu spüren. Rektor Hans Meindl freute sich über die gelungene Veranstaltung. Sie sei ein Beleg dafür, dass Gutes tun und sportliche Aktivitäten durchaus sinnvoll miteinander verknüpft werden können. Sein Dank galt allen Beteiligten, insbesondere Lehrerin Hildegard Feyrer, die den gesamten Solidaritätslauf organisiert hatte.





