(von Werner Schulz)

Traumhafte 35. Burgstaller Kirwa

Das neue Burgstaller Oberkirwapaar heißt Stefan Dotzler und Selina Wrosch.

Traumhafte 35. Burgstaller Kirwa

Burgstall. Traumhaftes Wetter, zünftig aufspielende Musikanten, 15 schmucke Kirwapaare, ein 29 Meter hoher Kirwabaum aus dem Gebenbacher Kirchenholz und schmackhafte Schmankerln für den Gaumen - all das war drei Tage lang geboten bei der „37. Burgstaller Kirwa“. Letztes Wochenende wurde sie in der kleinen, idyllisch gelegenen Ortschaft gefeiert, die politisch zu Hirschau, kirchlich aber zu Gebenbach gehört.

Entsprechend groß war an allen drei Kirwatagen der Besucherandrang - ganz zur Freude der Dorfgemeinschaft mit ihrem Ortssprecher Hans Scharl. Bei der Vorbereitung und Durchführung des Traditionsfestes konnten er und seine Frau Elfriede einmal mehr voll und ganz auf das Engagement der Dorfbewohner bauen. Vor allem die Dorfjugend brachte sich aktiv ein. Aus gutem Grund war man stolz darauf, dass der ca. 60 Einwohner zählende Ort 15 Kirwapaare präsentieren konnte.

Im Festzelt und vor allem im Freien auf dem Dorfplatz herrschte gleich am Samstagabend Riesenstimmung. Die Band “Die Vierlinge” spielte zum Einmarsch der Kirwapaare auf und sorgte für beste Unterhaltung bis spät in die Nacht. So Manchen lockten sie auf die Bühne

, zum zweiten Mal bei der Burgstaller Kirwa vertreten, traf mit ihrer Stimmungs- und Tanzmusik den Geschmack von Jung wie Alt. Der Kirwasonntag begann traditionsgemäß um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst. Er wurde vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft zelebriert. Er zeigte sich überrascht von der großen Anzahl der Gläubigen, die sich zum Kirwagottesdienst eingefunden hatte. Auch die Kirwapaare waren mit Ausnahme der letzten Kirwabaumwache komplett vertreten. Anhand eines mitgebrachten Rebstocks demonstrierte er, dass Gemeinschaft nur als Ganzes funktionieren kann und stellte dabei auch die Kirwapaare in den Mittelpunkt seiner Predigt. Im Anschluss schenkte er den Rebstock der Dorfgemeinschaft.
Höhepunkt des Nachmittagsprogramms war wie immer das Austanzen des Kirwabaumes. Es wurde wieder mit besonderer Spannung erwartet, war doch angekündigt, dass die Kirwaburschen einen Schuhplattler zum Besten geben wollten. In der Tat präsentierten sie dem begeisterten Publikum den „Watschnplattler“. Der „Neidaffer Sepp“ – mit bürgerlichem Namen Josef Richthammer – hatte den Tanz einstudiert. Er konnte mit der Leistung seiner Schützlinge hoch zufrieden sein. Auch die Kirwapaare erwiesen sich bei ihren Tänzen als sehr taktsicher und gut abgestimmt. Das galt für die Sternpolka und den Boarischen genauso wie für den Siebenschritt und den Zwiefachen. Die Tänze hatten die älteren Kirwapaare den jüngeren beigebracht. Der Ehrenwalzer endete mit der Kür von Stefan Dotzler und Selina Wrosch zum neuen Oberkirwapaar. Danach setzte der Sturm auf das Kuchenbüffet ein. Die Stimmungsband „Pfälzer mit Kraut“ bewies bis in die Nachtstunden ihre Qualitäten.

Am Montag gab es nochmals einen wahren Gästeansturm. Die "Zoigl Musi" ging so richtig in die Vollen. Mit ihrer Musikauswahl traf sie voll und ganz den Geschmack für Tänzer wie Nichttänzer. Glücklicher Gewinnerin des Kirwabaumes wurde das letztjährige Oberkirwamoidl Vanessa Müller. Sie behielt den Baum und freute sich schon auf das Baumfest, das sie ausrichten darf.

 

Traumhafte 35. Burgstaller Kirwa Traumhafte 35. Burgstaller Kirwa

Die rund 60 Einwohner zählende Ortschaft Burgstall ist stolz auf ihre 15 Kirwapaare.

 

Beim Baumaustanzen erhielten die Kirwapaare viel Beifall für ihre Tanzdarbietungen. Die Tänze hatten die älteren Kirwapaare den jüngeren beigebracht.