Hirschau. Am 7. Juni fand im Schlossgarten bei idealem Wetter das „26. Jura-Gartenfest“ statt. Es wurde ein Riesenerfolg, dank des Besucherandrangs auch in finanzieller Hinsicht. Dieses Fazit zog Chef-Organisatorin Brunhilde Fehlner bei der Schlussbesprechung im Schlosskeller. Dazu waren die Vertreter der 16 am Fest beteiligten Vereine gekommen, ebenso der Schirmherr, Bürgermeister Hermann Falk, 2. Bürgermeister Josef Birner und der Geschäftsführer der Jura-Werkstätten Bernhard Albrecht. Ihm konnte eine Spende in der Rekordhöhe von 3 045,00 Euro überreicht werden. Davon entfielen 2 664,61 Euro auf den Gewinn aus dem Gartenfest, weitere 380,39 Euro auf Spenden. Erstmals habe man die 3 000-Euro-Marke übersprungen. Seit der Festpremiere habe man der Behinderteneinrichtung insgesamt 56 045 Euro zur Verfügung gestellt. Getrübt wurde die allgemeine Freude durch einen Wermutstropfen. Brunhilde Fehlner kündigte an, dass sie die Aufgabe als Chef-Organisatorin aus gesundheitlichen Gründen künftig nicht mehr übernehmen kann.
Sie erinnerte an die Festgründung durch Walter Widder. Beim ersten Fest hätten sich acht Vereine engagiert. Zuletzt habe sich die Zahl bei 15 bis 16 Vereinen eingependelt. Dieses Mal seien die Anglerfreunde, die Dorfgemeinschaft Ehenfeld, die CSU-Frauen-Union, die Freiwillige Feuerwehr, der Gesangverein, der Heimat- und Trachtenverein, die IG Bergbau-Chemie-Energie, der Kaninchenzuchtverein, der Katholische Frauenbund, die Kolpingsfamilie, die Kolping-Theatergruppe, die Gruppe „Luftsprung-aerobic und mehr“, der Musikzug, der TTC Kolping, der Wanderverein und die Wasserwacht beteiligt gewesen. Der Einsatz jedes einzelnen Helfers sei wichtig gewesen.
Dem Publikum sei ein tolles Unterhaltungsprogramm geboten worden. Alle Mitwirkenden hätten sich mit Begeisterung eingebracht. Das gelte für die Lebenshilfetanzgruppe unter Leitung von Julia Stang genauso wie für die Kindertanzgruppe des Trachtenvereins, das Jugendorchester und die Bläserklasse des Musikzugs, die Funky Blue Diamonds mit ihrem Funkenmariechen Pia Wiesnet und die „Höidlbrummer“. Alle Gruppen seien unentgeltlich aufgetreten. Julia Stangs Kinderschminkstand sei genauso gefragt gewesen wie der Bierkastenkletterstand. Die Tombolalose seien – zum Bedauern später kommender Besucher – im Nu vergriffen gewesen.
Bürgermeister Hermann Falk zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Vereine. Dieses verdiene öffentliche Anerkennung. Der Rekorderlös zeige, dass sich der Einsatz gelohnt habe. In den Jurawerkstätten sei das Geld bestens angelegt. Mit großem Bedauern nahm Falk Brunhilde Fehlners Entscheidung zur Kenntnis, nicht mehr als Chef-Organisatorin zur Verfügung zu stehen. Dankbar registrierte er ihre Bereitschaft, weiter mitzuhelfen. Sie habe diese Aufgabe in den letzten Jahren vorbildlich erfüllt. Falk appellierte an die Anwesenden, das „soziale Unternehmen“ weiterhin tatkräftig zu unterstützen.
Bernhard Albrecht machte den Vereinsvertretern das Kompliment, dass ihr Jura-Gartenfest eine weit und breit einmalige Initiative zugunsten der Lebenshilfe sei. „Für mich ist es jedes Jahr eine Freude zu sehen, wie so viele Vereine etwas organisieren, das nicht einmal dem eigenen Verein zugutekommt.“ Die Behinderten warteten stets sehnsüchtig auf das Fest. Die Tanzgruppe bereite sich jedes Jahr mit Feuereifer auf ihren Festauftritt vor. Die großartige Spende werde man für den Kauf von Dingen verwenden, die man nicht aus Mitteln des Pflegesatzes oder anderer Fördergelder finanzieren könne. Heuer soll sie für die Ergänzung der Sportausrüstung eingesetzt werden. Vom Sportangebot profitierten alle Mitarbeiter mit körperlichen Einschränkungen und diejenigen, die überwiegend sitzende Tätigkeiten ausführen. Gedacht ist an Ausrüstung für Nordic Walking, Tischtennis, Bodenmatten, Pezzibälle für die Rückenschule und ein Trimmrad.





