Hirschau. In Hirschau glaubt – Gott sei Dank – wohl kaum ein Kind, dass Kühe lila sind. Nur wenige wissen aber, wie ein moderner Bauernhof arbeitet und welche Nahrungsmittel auf welche Weise erzeugt werden. Anders die Schülerinnen und Schüler der Kombiklasse 1/2! Seit sie mit ihrer Klassenleiterin Hildegard Feyrer den Bauernhof der Familie Riß an der Mühlstraße erkundet haben, wissen sie bestens Bescheid.
Florian und Claudia Riß verstanden es ausgezeichnet, den Kindern die Betriebsabläufe auf kindgemäße Art zu vermitteln. Beim Hofrundgang wurde den Schülerinnen und Schülern schnell bewusst, dass Landwirte – egal ob Mann oder Frau - fleißige und vielseitig begabte Menschen sein müssen. Sie haben Tag für Tag ein umfangreiches Arbeitspensum zu leisten, das bereits um 5 Uhr beginnt. Sie müssen sich mit Chemie auskennen, teilweise über tiermedizinische Kenntnisse verfügen und kleine Computerfachleute sein. Auf dem Riß-Hof verläuft z.B. die Kraftfuttermischung genauso computergesteuert wie das Melken der Kühe am Melkstand. Dort wurde auch deutlich, dass Kühe Nutztiere sind, die nicht nur Milch geben. Die Menschen verzehren ihr Fleisch und verarbeiten ihre Haut zu Leder. Auch ihre Hornspäne sind begehrt. Den Kindern fielen die mit einem Chip versehenen Halsbänder und die Ohrmarken der Tiere auf. Florian Riß: „Menschen haben einen Personalausweis, die Kühe eine Ohrmarke.“ Schwer beeindruckt waren die Schulkinder von der Stallung. Florian und Claudia Riß erklärten, dass ihre Tiere von der Geburt bis zu ihrer Schlachtung auf dem Hof blieben. Man lege großen Wert auf die Nachzucht. Die Erst- und Zweitklässler waren von den Kälbchen besonders angetan. Dass sie diese sogar noch streicheln durften, war ein ganz besonderes Erlebnis. Zum Abschluss gab es für die kleinen Gäste einen Jogurt nach griechischer Art vom Amberger Milchhof und frische Milch. Beides schmeckte hervorragend. Lehrerin Hildegard Feyrer und ihre Schützlinge bedankten sich bei den Landwirtseheleuten Riß für die aufschlussreiche Führung und die Gastfreundschaft.





