Steiningloh. Zwei in doppelter Hinsicht heiße „Stodlkirwatage“ erlebte die Ortschaft Steiningloh am vergangenen Wochenende. Für heiße Kirwastimmung sorgten die „Steiningloher Kirwaleit“. Besonders ins Zeug legten sich an beiden Tagen die 14 Kirwapaare und die Kirwamusikanten. St. Petrus wartete mit Temperaturen um die 30-Grad-Marke auf. Nicht nur deshalb erwies sich das mit viel Eigenleistung zum Kirwastodl umgebaute ehemalige Pongratz-Anwesen als idealer Veranstaltungsort, nicht weniger der fein herausgeputzte Festplatz an der Stodlnordseite.
Die Kirwaboum waren am Samstagnachmittag so richtig gefordert. Sie mussten den 30 Meter hohen, von Hans Wagner gestifteten und von den Kirwamoidln geschmückten Kirwabaum mit dem Namen „Schneinder“ in die Senkrechte hieven - ein Unterfangen, das ihnen tadellos gelang. Bevor es ans zünftige Feiern ging, versammelten sich die Kirwagäste an der Dorfkapelle zum Gottesdienst. Er wurde vom Ursulapoppenrichter Pfarrer Eduard Feichtmeier zelebriert und von der Gruppe „Eviva“ musikalisch umrahmt. Nach dem Schlusssegen zogen die 14 Kirwapaare und Gottesdienstbesucher zum Kirwastodl. Dort heizte die Kirwaband „Mir 3 und du“ die Stimmung kräftig an. Trotz der großen Festlkonkurrenz in der Umgebung – insbesondere des Amberger Altstadtfestes - fanden sich viele Besucher im Stodl ein. Sehr gut frequentiert war die von der Jugendfeuerwehr in der selbst erbauten Verkaufsbude eingerichtete Fruchtbar. Die frisch gemixten alkoholfreien Getränke waren sehr gefragt.
Halbwegs ausgeruht machten sich die Burschen am frühen Sonntagnachmittag auf den Weg, um ihre Moidln mit dem Kirwawagen zum Baumaustanzen abzuholen. Auf dem Festplatz wurden die Kirwapaare vom Publikum schon sehnlichst erwartet. Musikalisch begleitet von dem extra für die Steiningloher Kirwa gegründeten „Birgl-Trio“ bewiesen dann die Kirwapaare mit ihren perfekt darbebotenen traditionellen Tänzen, dass der Mimbacher Jonny Dietrich beim Einstudieren ganze Arbeit geleistet hatte. Mit selbst gestrickten G’stanzln nahmen sich die Boum und Moidln gegenseitig auf den Arm. Schließlich endete das Austanzen mit der Kür des neuen Oberkirwapaares. Beim Abbruch des obligatorischen Walzers hielten Christina Pfab und Marius Wawersig den Blumenstrauß in Händen. Nach dem Austanzen wurde zu den „Birgl-Trio-Klängen“ ausgelassen gefeiert. Dass auch am Abend Superstimmung herrschte und es auf dem Festplatz und im Stodl rund ging, dafür sorgte die Gruppe “Die Blechquetscher“. Ihre bayerischen Klänge waren ganz nach dem Geschmack der Gäste.
Zu später Stunde wurden der Kirwabaum und viele Sachpreise und Gutscheine verlost. Als glücklicher Kirwabaumgewinner wurde Martin Amann gezogen. Er ließ den Baum zugunsten der Kirwapaare versteigern. Endgültiger Besitzer des Baumes wurde dann Holger Werges aus Großschönbrunn.
![]() |
![]() |
|
|
Das Baumaustanzen endete mit der Kür von Christina Pfab und Marius Wawersig zum neuen Oberkirwapaar. |
Das Kirwamoidl durfte dieses Mal noch nicht mittanzen. |







