(von Werner Schulz)

Bei Kirwa deutschen WM-Sieg gefeiert

Sehr taktsicher und harmonisch abgestimmt präsentierten die zwölf Kirwapaare ihre Tänze.

Bei Kirwa deutschen WM-Sieg gefeiert

Burgstall. Wenn die Burgstaller Dorfgemeinschaft mit ihrem Ortssprecher Hans Scharl zur Kirwa einlädt, dann kommen die Gäste in Scharen. So war es auch bei der „36. Burgstaller Kirwa“, die am zweiten Juliwochenende gefeiert wurde. Trotz des durchwachsenen Wetters und einiger Regenschauer strömten die Besucher an allen drei Tagen zum Festplatz rund um den 29 Meter hohen Kirwabaum. Die immer wieder niedergehenden Regengüsse srogten dafür, dass es im Festzelt so gut wie keine freien Plätze gab.

Das galt schon am Samstagabend, als die zwölf Kirwapaare unter den Klängen der „Zoigl-Musi“ einmarschierten. Das Musikantenduo Thomas Rembold und Klaus Weigl brachte die Besucher rasch in Stimmung und unterhielt sie mit zünftigen Melodien bis spät in die Nacht hinein. Unterbrochen wurden ihre Darbietungen lediglich durch die Live-Übertragung des Fußballspiels Brasilien-Niederlande.

Angesichts der unsicheren Wetterlage wurde der Gottesdienst, den Pfarrer Dr. Joseph Madathiparampil zelebrierte, im voll besetzten Festzelt gefeiert. Die Kirwapaare waren bei der Messfeier, die von der Gebenbacher Blasmusik gestaltet wurde, vollständig vertreten. Eine Ausnahme gab es nur für die Kirwabaumwache. Die Gebenbacher unterhielten die Gäste auch beim anschließenden Frühschoppen.

Höhepunkt des Nachmittagsprogramms war wie immer das Austanzen des Kirwabaumes. Es wurde dieses Mal mit besonderer Spannung erwartet, war doch angekündigt, dass die Kirwaburschen einen Schuhplattler zum Besten geben wollten. In der Tat präsentierten sie – mit Äxten und Säge bewaffnet – zum Auftakt dem begeisterten Publikum den „Holzhackerplattler“. Der „Neidaffer Sepp“ – mit bürgerlichem Namen Josef Richthammer – hatte den Plattlertanz einstudiert. Er konnte mit der Leistung seiner Schützlinge hoch zufrieden sein. Auch die Kirwapaare erwiesen sich bei ihren Tänzen als sehr taktsicher und gut abgestimmt. Das galt für die Stern- und Kreuzpolka genauso wie für das Bauernmoidl und den Jiffy Mixer. Die Tänze waren selbst eingeübt worden. In die Dorfannalen eingehen wird die Kür des neuen Oberkirwapaares. Die Gruppe „Pfälzer mit Kraut“ stoppte ihren Walzer just in dem Moment, als der Blumenstrauß in den Händen des letztjährigen Oberkirwapaares Marie Siegert und Johannes Piehler war. Marie Siegert konnte „ihr Glück einfach nicht fassen.“ So spielten „Pfälzer und Kraut“ erneut zum Walzer auf. Beim Walzerstopp waren Vanessa Müller und Markus Lang als strahlendes Burgstaller Oberkirwapaar ermittelt. Nach dem Baumaustanzen setzte ein Ansturm auf das Kuchenbüffet ein. Wer befürchtet hatte, dass wegen der Übertragung des WM-Endspiels Deutschland-Argentinien am Abend der Besuch nachlassen würde, sah sich eines Besseren belehrt. Im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt wurde beim Public Viewing dem Sieg der deutschen Mannschaft entgegengefiebert.

Am Kirwamontag gab es nochmals einen großen Gästeandrang. Die „Vierlinge“ zogen alle Register und heizten die Stimmung im Festzelt kräftig an. Als Kirwabaumgewinner wurde zunächst Christian Rieß aus Gebenbach ermittelt. Er stelle den aus dem Kirchenholz stammenden Baum wieder zur Verfügung. Dieser wurde schließlich von Josef Richthammer ersteigert.

 

Kirwa Burgstall 2014 - 2 Burgstall Kirwa 2014 - 3
Im zweiten Anlauf wurden Vanessa Müller und Markus Lang zum neuen Burgstaller Oberkirwapaar gekürt.

Die zahlreichen Zuschauer waren vom Holzhackerplattler der Kirwabruschen restlos begeistert. Der „Neidaffer Sepp“ - mit bürgerlichem Namen Josef Richthammer – hatte den Tanz perfekt einstudiert.