(von Werner Schulz)

Jura-Gartenfest erbringt 2 500 Euro für Behinderte

16 Vereine halfen am 1. Juni beim 25. Jura-Gartenfest zusammen. Dank des Gästeandrangs und der eingegangen Spenden wurde der stattliche Erlös von 2 521,98 Euro erzielt. Nach der Schlussbesprechung überreichte Organisations-Chefin Brunhilde Fehlner (vorne 2.v.l.) den Spendenscheck an den stellv. Lebenshilfe-Kreisvorsitzenden Manfred Schießl (vorne 3.v.l.) und Jurawerkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht (2. Reihe, 2.v.l.). Bürgermeister Hermann Falk (vorne l.) dankte allen Beteiligten für ihr beispielgebendes Engagement. Vorne 4.v.l. der Festbegründer und langjährige Organisator Walter Widder.

Jura-Gartenfest erbringt 2 500 Euro für Behinderte

Hirschau. Am 1. Juni fand im Biergarten der Schlossbrauerei das „25. Jura-Gartenfest“ statt. Das Jubiläumsfest war in jeder Hinsicht ein Riesenerfolg – dank des Besucherandrangs auch in finanzieller Hinsicht. Dieses Fazit konnte Chef-Organisatorin Brunhilde Fehlner bei der Abschlussbesprechung im Schlosskeller ziehen. Dazu waren nicht nur die Vertreter der 16 aktiv an der Festdurchführung gekommen, sondern auch der stellvertretende Vorsitzende der „Lebenshilfe Amberg“ Manfred Schießl und der Geschäftsführer der Jura-Werkstätten Bernhard Albrecht. Ihnen konnte ein Spendenscheck mit der beachtlichen Summe von 2 521,98 Euro übergeben werden. Brunhilde Fehlner bezifferte den Gewinn aus dem Gartenfest auf 1 848,29 Euro. Dazu seien Spenden in Höhe von 673,69 Euro gekommen. Seit der Gründung des Festes im Jahr 1990 habe man der Behinderteneinrichtung insgesamt 53 500 Euro zur Verfügung stellen können.

Brunhilde Fehlner rief die Gründungsgeschichte des Festes in Erinnerung. Walter Widder habe die Idee dazu gehabt. Beim ersten Fest hätten sich der TTC Kolping, der Heimat- und Trachtenverein, der Kaninchenzuchtverein, der Katholische Frauenbund, die CSU-Frauen Union, die Freiwillige Feuerwehr, der Musikzug und der Wanderverein als Veranstalter engagiert. In den letzten Jahren habe sich die Zahl der teilnehmenden Vereine und Verbände bei 15 bis 16 eingependelt. 2013 habe sich der Pfarrgemeinderat ausgeklinkt. Dafür sei 2014 die Dorfgemeinschaft Ehenfeld neu hinzugekommen. Der Einsatz jedes Einzelnen sei wichtig, ob in den Verkaufsständen, beim Auf- und Abbau der Buden, Pavillons und Biertischgarnituren, auch beim Geschirreinsammeln und – Spülen, bei der Kassenführung oder auch beim Ausleihen von Hilfsmitteln wie Kuchentheken, Schneidemaschinen, Lautsprecheranlagen usw.

Beim Publikum bestens angekommen sei das Unterhaltungsprogramm. Alle Mitwirkenden hätten sich mit Begeisterung eingebracht. Das gelte für die Lebenshilfetanzgruppe unter Leitung von Julia Stang genauso wie für das Jugendorchester des Musikzugs mit seiner neuen Dirigentin Sophia Hofmann, die Kinder-, Jugend- und Erwachsenentanzgruppen des Heimat- und Trachtenvereins, die „Höidlbrumma“ und besonders die Trommlergruppe „Afrocuban Persussion“. Alle Gruppen seien unentgeltlich aufgetreten. Julia Stangs Kinderschminkstand sei den ganzen Nachmittag umlagert gewesen, ebenso der Bierkastenkletterstand. Die 1 300 Lose seien nicht zuletzt wegen des von Klaus Conrad gestifteten Hauptpreises, einem Fernseher, innerhalb kürzester Zeit vergriffen gewesen. Der Schlossgarten habe sich als idealer Festplatz erwiesen, das Wetter optimal gewesen. Unter den Gästen seien neben dem Schirmherr Bürgermeister Hermann Falk sowie seinen Vorgängern Hans Drexler und Helmut Rösch auch Landrat Richard Reisinger und MdL Reinhold Strobl gewesen.

Bürgermeister Hermann Falk zeigte sich beeindruckt von der Motivation der Vereine und Verbände, mit der sie alljährlich das Gartenfest zugunsten der Behinderten durchführten. Dieses Engagement verdiene öffentliche Anerkennung und herzlichen Dank. Er habe sich gefreut, ausgerechnet im Jubiläumsjahr die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen. Die seit 1990 erzielte Spendensumme sei mehr als beachtlich. Falk appellierte an die Anwesenden, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Er hoffte, dass das Fest noch lange stattfinde.

Manfred Schießl machte in seinen Dankesworten den Vereinsvertretern das Kompliment, dass ihr Jura-Gartenfest eine weit und breit einmalige Initiative zugunsten der Lebenshilfe sei. Die Behinderten warteten alle Jahre sehnsüchtig auf das Fest. Nach seiner Aussage steht der Lebenshilfe mit dem Bau einer neuen Werkstatt ein sehr kostenintensives Projekt bevor. Aufgrund der knappen Bezuschussung könne man dringend benötigte Dinge nur durch den Einsatz von Spendengeldern realisieren.

Schießls Aussagen wurden von Bernhard Albrecht vollinhaltlich bestätigt. Er erläuterte, dass in den Jura-Werkstätten großer Wert auf die Berufsausbildung gelegt werde. Man habe damit im Metall- und Holzbereich begonnen und nun auf die Hauswirtschaft und Montage ausgeweitet. Zuletzt habe man drei Beiköche ausgebildet, die jetzt ihre Lehrzeit mit bestandener Abschlussprüfung beenden konnten. Die Hirschauer Spende werde in dieses Ausbildungsprojekt einfließen. Man werde Unterrichtsmaterial und Übungsutensilien anschaffen.