(von Werner Schulz)

Goldenes Priesterjubiläum von Prälat Helmut Huber

Vor 50 Jahren feierte Prälat Helmut Huber am 12. Juli 1964 in seiner Heimatpfarrei Mariä Himmelfahrt Hirschau Primiz. Die Stadtpfarrgemeinde gratuliert ihm herzlich zu seinem Goldenen Priesterjubiläum.

Goldenes Priesterjubiläum von Prälat Helmut Huber

Hirschau. Der 12. Juli 1964 – ein Sonntag - war ein großer Tag für die Katholische Stadtpfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt, ja für die Stadtgemeinde schlechthin. Die Hirschauer bereiteten ihrem Neupriester Helmut Huber einen feierlichen Empfang und feierten mit ihm in der Stadtpfarrkirche seine Primiz. Am 29. Juni, dem Namenstag Peter und Paul, war er im Hohen Dom zu Regensburg zum Priester geweiht worden. Vor wenigen Tagen feierte Helmut Huber – in der Zwischenzeit Prälat und Kanoniker im Kollegiatstift Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg – sein Goldenes Priesterjubiläum.

Helmut Huber wurde am 24. August 1938 in Tann (Niederbayern) geboren. Er wuchs in Hirschau auf, wo er von 1944 bis 1949 die Volksschule besuchte. 1949 trat er in das Humanistische Gymnasium (heute Erasmus-Gymnasium) in Amberg über, legte dort 1958 das Abitur ab. Im gleichen Jahr trat er in das Priesterseminar in Regensburg ein. Bis 1964 studierte er Philosophie und Theologie an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Regenburg. Zugleich arbeitete er als Hilfskraft beim Lehrstuhl für Pädagogik. Nach der Priesterweihe trat er seine Stelle als Kaplan in der Pfarrei St. Magdalena in Plattling an. 1966 wechselte er als Kaplan in die Pfarrei St. Josef in Regensburg-Reinhausen. Dort blieb er bis ihm 1972 zum Pfarrer der Pfarrei St. Wolfgang in Regensburg-Kumpfmühl ernannt wurde – eine Aufgabe, die er zwanzig Jahre lang bis 1992 vorbildlich bewältigte. Von 1977 bis 1992 war er außerdem zugleich Sekretär und Sprecher des Priesterrates. Von 1988 bis 1995 fungierte Helmut Huber als Nationaldelegierter der Arbeitsgemeinschaft deutscher Priesterräte beim europäischen Rat der Priesterräte (CCPE). 1989 wurde er zum „Monsignore“ ernannt. Zwölf Jahre lang wirkte er von 1992 bis 2004 als Direktor der Instituts für „Theologische und pastorale Fortbildung“ in Freising. Das Institut ist eine Einrichtung der bayerischen Bischofskonferenz zur berufsbegleitenden Fortbildung für Priester und andere hauptamtlich in der Seelsorge Tätige. In dieser Funktion war ihm wichtig, dass er selbst weiter in einer Pfarrei als Seelsorger tätig war, um mit eigener „Felderfahrung“ die Kurse planen und begleiten zu können. Daher war er gleichzeitig von 1993 bis 2010 ehrenamtlich als Seelsorger in der Pfarrei St. Martin in Kirchdorf an der Amper tätig. Die Bindungen dorthin sind bis heute sehr eng und herzlich. Als er in der Pfarrkirche St. Martin sein 50-jähriges Priesterjubiläum feierte, gab es dort nur noch Stehplätze. Auf Bitten des jetzigen Pfarrers ist Prälat Huber noch immer Geistlicher Beirat des Kirchdorfer Frauenbunds. Am 12. Oktober 2001 wurde er zum „Päpstlichen Ehrenprälat“ ernannt. Von 2004 bis 2007 war er zudem priesterlicher Leiter der Seelsorge im Pfarrverband Allershausen in der Erzdiözese München und Freising. Mit Wirkung vom 15. Juli 2009 ernannte ihn Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Kanoniker. Seit dem 1. Juni 2013 wirkt er als Pfarradministrator der Stiftspfarrei St. Kassian in Regensburg.

Nach Hirschau, wo er seine Kindheit und Jugend verbracht hat, pflegt Prälat Huber schon aus verwandtschaftlichen Gründen enge Beziehungen. Sein Bruder Werner betreibt in der Kaolinstadt ein Optik-, Uhren- und Schmuckgeschäft. Seine Volksschulklassenkameraden wissen es hoch zu schätzen, dass Helmut Huber bei jedem Klassentreffen präsent ist und die Gedenkgottesdienste zelebriert. Ausgerechnet zum Fünfundsiebzigsten musste er letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen passen. Für ihn sprang Ruhestandspfarrer Hans Hammer als Zelebrant ein – der älteste der aus der Pfarrei Hirschau stammenden Geistlichen. Im aktuellen Pfarrbrief gratulierte Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann im Namen der Pfarrgemeinde Prälat Helmut Huber zu seinem Goldenen Priesterjubiläum und wünschte ihm weiter viel Freude bei seinem priesterlichen Wirken.