(von Werner Schulz)

Patrozinium der Vierzehnnothelferkirche gefeiert

Es war nur eine kleine Schar von Pfarrangehörigen, in erster Linie Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins, die gemeinsam mit Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann und Diakon Richard Sellmeyer am Patroziniumstag der Vierzehnnothelferkirche zu dem Kirchlein pilgerte, um dort Festgottesdienst zu feiern und der verstorbenen Trachtenvereinsmitglieder zu gedenken.

Patrozinium der Vierzehnnothelferkirche gefeiert

Hirschau. Das Fest Mariä Heimsuchung ist nicht nur der Patroziniumstag der Mariahilfbergkirche in Amberg, sondern auch der Hirschauer Vierzehnnothelferkirche. Sie war schon vor der Reformationszeit - also vor der Amberger Wallfahrt, eine viel besuchte Wallfahrtskirche – ganz besonders anlässlich ihres Patroziniums. Die Wallfahrtstradition war mehr als zwei Jahrhunderte unterbrochen. Auf Initiative des Heimat- und Trachtenvereins und seiner damaligen stellv. Vorsitzenden Brunhilde Fehler wurde sie vor 13 Jahren neu belebt und am vergangenen Mittwoch fortgesetzt. Es war nur eine kleine Schar von Pfarrangehörigen, in aller erster Linie Mitglieder des Trachtenvereins, die - angeführt von Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann und Diakon Richard Sellmeyer- vom Bischof-Bösl-Platz aus singend und betend durch die Innenstadt zu dem schmucken spätgotischen Kirchlein an der Ehenfelder Straße zog. Dort hatte sich schon eine ansehnliche Schar vornehmlich älterer Gemeindemitglieder versammelt, um den Festgottesdienst mitzufeiern. Ihnen war der Pilgerweg, insbesondere der steile Anstieg am Friedhofsbergl, zu beschwerlich. Die „Watzendorfer Sänger“ – instrumental begleitet von Silke Dolles und Kerstin Meyer – sorgten für die musikalische Umrahmung der Messfeier.

Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann erinnerte in seiner Predigt daran, dass Maria einen sehr langen, mühsamen Weg über Berge und Täler auf sich genommen hatte, um ihre Base Elisabeth zu besuchen. Dieser beschwerliche Weg könne als Hinweis für uns ungeduldige Menschen gedeutet werden, dass einem eine echte Begegnung nicht wie eine reife Frucht in den Schoß fällt. Bemerkenswert sei auch Elisabeths Frage: Wer bin ich?“ Der Mensch bekomme seinen Wert nicht daraus, dass er selbst aus sich etwas macht, wie das Sprichwort „Kleider machen Leute“ suggeriert. Vielmehr beziehe der Mensch seinen Wert daraus, dass Gott aus ihm etwas macht, wie es Maria im Magnifikat mit den Worten ausdrückt „Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig!“

 

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In der Vierzehnnothelferkirche hatte sich eine ansehnliche Schar vornehmlich

älterer Gemeindemitglieder versammelt, um den Festgottesdienst mitzufeiern.