Burgstall. Unter Kirwakennern ist sie seit Jahren ein echter Geheimtipp - die Kirwa in der kleinen, idyllisch gelegenen Ortschaft Burgstall. Sie gehört politisch zur Stadt Hirschau, kirchlich aber zur Pfarrei Gebenbach. Vom 12. bis 14. Juli geht es im Dorf wieder richtig rund! Dann wird die „36. Burgstaller Kirwa“ gefeiert.
Die „Burgstaller Kirwa“ ist schon deshalb eine Kirchweih der besonderen Art, weil die Dorfgemeinschaft um ihren Ortssprecher Hans Scharl mit dem Fest traditionell ein beispielgebendes soziales Engagement verbindet. Jahr für Jahr werden mit dem Kirwaerlös karitative und soziale Einrichtungen unterstützt. Davon profitierten in der Vergangenheit u.a. der Fußballnachwuchs der DJK Gebenbach, die FFW Krondorf-Burgstall, Missionar Pater Georg Schindler, die Hirschauer Caritas-Sozialstation und die Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder. Sie alle kamen in den Genuss großzügiger Spenden, finanziert aus dem Erlös des Kirchweihfestes. Letztes Jahr wurden die Hochwasseropfer in Deggendorf und die Hirschauer Grund- und Mittelschule mit je einer 500-Euro-Spende bedacht. An der sozialen Tradition wird auch heuer festgehalten. Der Spendenempfänger wird von den Dorfbewohnern noch festgelegt.
Das Kirwaprogramm beginnt am Samstag (12. Juli) um 20 Uhr. Dann sorgt im Festzelt die „Zoigl Musi“ für stimmungsvolle Tanzmusik. Ab 22 Uhr kann das „kleine Fußball-WM-Finale“ (3./4. Platz) auf Großleinwand angesehen werden. Der Festgottesdienst am Sonntag (13. Juli) wird um 9:30 Uhr an der Dorfkapelle von Pfarrer Dr. Josef Madathiparampil zelebriert. Musikalisch gestaltet wird die Messe von der „Gebenbacher Blasmusik“. Sie umrahmt auch den anschließenden Frühschoppen. Zum Mittagessen werden Grillschmankerln wie Steaks und Bratwürstl angeboten. Das Nachmittagsprogramm beginnt um 15 Uhr mit dem Austanzen des aus dem Gebenbacher Kirchwald stammenden Kirwabaumes durch die zwölf Kirwapaare. Die Tänze wurden in den letzten Wochen unter Anleitung der älteren Kirwaburschen und -moidln einstudiert. Als Extra-Schmankerl präsentieren die Kirwaboum eine Schuhplattl-Einlage. Sie wird von Josef Richthammer vom „Neidaffer Plattlclub“ einstudiert. Anschließend sorgt die Kapelle „Pfälzer mit Kraut“ bis in die Nacht hinein für die entsprechende Stimmung, dies ohne Verstärker. Natürlich besteht die Möglichkeit, das um 21 Uhr beginnende Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zu verfolgen.
Zum Kirwaausklang am Montag (14. Juli) herrscht ab Mittag buntes Kirwatreiben. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen. Abends spielen ab 19.30 Uhr „Die Vierlinge“ zum Tanz auf. Letzter Höhepunkt ist gegen 22 Uhr die Verlosung des Kirwabaumes und weiterer Sachpreise. Für das leibliche Wohl der Gäste ist an allen drei Kirchweihtagen bestens gesorgt. Die Bevölkerung aus nah und fern ist herzlich eingeladen.




