(von Werner Schulz)

Solibrot-Spende für Frauen in Bolivien

Obwohl keine der Hirschauer Bäckereien sich an der Solibrot-Verkaufsaktion beteiligte, beschloss die Vorstandschaft des Hirschauer Frauenbundes, 500 Euro für das Misereor-Hilfswerk zugunsten der Frauen in Bolivien zu spenden. In diesen Tagen erhielt die Vorsitzende Roswitha Wendl (vorne l.) ein Dankesschreiben der KDFB-Diözesanvorsitzenden Karin Schlecht samt Dankurkunde.

Solibrot-Spende für Frauen in Bolivien

Hirschau. Während der Fastenzeit beteiligte sich der Katholische Frauenbund (KDFB) unter dem Motto „Schmeckt gut und tut gut“ an der Solibrot-Aktion des katholischen Hilfswerks Misereor. Deutschlandweit konnten zahlreiche Bäckereien für die Aktion gewonnen werden. Sie boten von Aschermittwoch bis Karsamstag ein sog. „Solibrot“ an, das mit einem Benefizanteil – einer Spende von 50 Cent pro Brot – verkauft wurde. Die Vorstandschaft des Hirschauer KDFB-Zweigvereins hatte im Frühjahr beschlossen, sich an der Aktion zu beteiligen. Zum Bedauern der Frauenbündlerinnen fand sich jedoch in Hirschau keine Bäckerei, die bei der Solibrot-Aktion mitmachen wollte. Daher beschloss man, die Aktion des Misereor-Hilfswerks mit einer 500-Euro-Spende aus den Erlösen anderer Frauenbundaktivitäten zu unterstützen. Der Betrag wurde an den KDFB-Diözesanverband in Regensburg überwiesen. In diesen Tagen traf bei der Vorsitzenden Roswitha Wendl ein Dankessschreiben der Diözesanvorsitzenden Karin Schlecht ein. Diese teilt darin mit, dass die Hirschauer Spende in die Gesamtspende des KDFB-Diözesanverbandes in Höhe von 18 101 Euro eingeflossen sei. Die Spende habe man an Monsignore Pirmin Spiegel, dem Misereor-Hauptgeschäftsführer, übergeben. Das Geld werde für das Projekt „Alphabetisierung – Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe in Bolivien“ verwendet. Das Projekt fördere Frauen, Lesen und Schreiben zu lernen, eine Grundbildung zu erwerben und ihre staatsbürgerlichen Rechte wahrzunehmen. Zudem könnten sich die Frauen zu Führungskräften ausbilden lassen. Sie würden auch bei der Herstellung und beim Verkauf von Lebensmitteln unterstützt. Da sich die Frauen in Bolivien traditionell um Haus, Kinder und Tiere kümmern müssten, werde Bildung für sie als überflüssig erachtet. Dies sei der Hauptgrund, weshalb etwa die Hälfte aller bolivianischen Frauen, die älter als 15 Jahre sind, Analphabetinnen sind.