Hirschau. Sie stehen oft unbeachtet am Wegesrand und sind doch von großem Wert – die heimischen Wildkräuter. Um diese genauer kennenzulernen machten sich 24 Mitglieder des Katholischen Frauenbundes auf zu einer Kräuterwanderung. Mit der Ernährungsberaterin und Kräuterpädagogin Edith Niebler aus Viehberg hatte man eine ausgewiesene Expertin als Führerin gewinnen können. Vom Sportpark aus ging es die AKW-Kaolingruben entlang zu den Weihern am Schweitzbach in Richtung Kricklhof. Auf dem ersten Wegstück stellte Edith Niebler eine Reihe von „Johannikräuter“ vor. In dieser Kräuterbezeichnung kommt zum Ausdruck, dass diese Kräuter alle um die Sommersonnenwende wachsen und ihre Blütezeit haben. Die Johannikräuter seien als heilbringende Kräuter bekannt. Sie sollten um Johanni (24. Juni) herum geerntet werden. Die Wanderinnen erfuhren, für welche Speisen man Kräuter wie das Johanniskraut, den Steinklee, das echte Labkraut, den Beifuß, die Schafgarbe oder den wilden Kerbel in der Küche verwenden kann. Letzterer sei leicht mit dem giftigen Taumelkälberkropf zu verwechseln. Um solch gefährliche Verwechslungen auszuschließen, erfordere das Sammeln von Wildkräutern einige Fachkenntnis. Auf dem weiteren Weg zeigte und erklärte Edith Niebler den Frauenbündlerinnen auch eine Reihe von Wildkräutern, die das ganze Jahr über wachsen wie z.B. den Giersch oder die Brennnessel. Zum Abschluss gab es für die Wanderinnen einen Imbiss mit Kräuterlimonade, grünen Smoothies, Kräuterbrot, Käsekräuterrolle, Käsesalat mit Wildkräutern sowie Kräuterfrischkäse.
(von Werner Schulz)
Sammeln von Wildkräutern erfordert Sachkenntnis
Allerhand Interessantes über die heimischen Wildkräuter erfuhren die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes bei ihrer Kräuterwanderung mit der Kräuterpädagogin Edith Niebler.





