(Werner Schulz)

Erstmals wieder Musikunterhaltung für die Tagespflegegäste

Nach von der Corona-Pandemie erzwungener, monatelanger Pause konnte Birgit Seidl (stehend r.), die Leiterin der Solitären Tagespflege St. Barbara, ihre Pflegegäste erstmals wieder zu einem Musiknachmittag einladen. Gestaltet wurde dieser von der Klangbrettgruppe der Caritas-Sozialstation und dem Chorsänger Alois Schießl.

Erstmals wieder Musikunterhaltung für die Tagespflegegäste

Hirschau. Am 1. Juli 2018 eröffnet, ist sie das i-Tüpfelchen auf die Pflegeangebote in Hirschau – die Solitäre Tagespflege St. Barbara. Auch sie litt und leidet unter der Corona-Pandemie. Am Montag spielte auf der Terrasse erstmals wieder die Musik.

Covid 19 hatte dafür gesorgt, dass die Einrichtung im März schließen musste. Am 25. Mai hat man den Betrieb wieder aufgenommen, allerdings mit einer Reihe von Einschränkungen. Im Normalfall können täglich bis zu 18 Personen am Betreuungsprogramm teilnehmen, das ihnen Leiterin Birgit Seidl und ihr Pflegepersonal anbieten. Aufgrund der Schutzmaßnahmen ist die maximale Teilnehmerzahl auf zwölf reduziert. Diese werden während des Aufenthalts in Kleingruppen eingeteilt, die von Fachkräften und Betreuungsassistenten geleitet werden. Im Rahmen des Betreuungsangebotes steht auch das täglich selbstgemachte komplette Mittagessen im Focus der Gäste, um das häuslich und familiäre zu leben. Selbstverständlich wird auch das Einhalten der Abstandsregeln geachtet.

Das war auch am Montag so, als die Tagespflegegäste erstmals wieder auf die Terrasse zu einem Musiknachmittag eingeladen waren. Bei offenen Terrassentüren nahmen einige der Senioren wegen der Abstandgebote im großen Aufenthaltsraum Platz. Auch von dort konnten sie die Melodien und Lieder bestens hören, mit denen Hildegard Kohl, Monika Falk, Heidi Zeitler und Gaby Fleischmann von der Klangbrettgruppe der Caritas-Sozialstation und Chorsänger Alois Schießl aus Seugast zum Besten gaben. Ob „Das Wandern ist des Müllers Lust“, „Horch, was kommt von draußen rein“ oder „Lustig ist das Zigeunerleben“ – das Publikum war merklich angetan von dem altvertrauten Stücken, die einige Gäste sogar mitsangen. Überhaupt wurden die Senioren selbst aktiv. Aus Dankbarkeit und Freude darüber, dass die Klangbrettdamen nach der langen Zwangspause erstmals wieder bei ihnen zu Gast waren, sangen sie dem Quartett ihr Lieblingslied „Im schönsten Wiesengrunde“ vor. Erfreut waren sie über die Mitteilung, dass es schon am Montag, den 27. Juli, eine Neuauflage des Musiknachmittags geben soll – passendes Wetter vorausgesetzt. Leiterin Birgit Seidl hatte schließlich weitere positive Nachrichten für ihre Pflegegäste. Da Veranstaltungen in der Tagespflege noch nicht gestattet sind, wird das Betreuungspersonal z.B. den Sommergarten in Form von Blumen aus den eigenen Gärten oder das Bergfest durch ein Mittagessen mit Bratwürstln, Sauerkraut und Radler in den Tageslauf mit einbringen.