Hirschau. Die Kinder der Kombiklasse 1/2 forschen und experimentieren gern. Der Walderlebnistag mit Försterin Renate Feuchtmeyer im Gebiet rund um den Kalvarienberg bot dazu eine ideale Gelegenheit.
Gemeinsam mit ihrer Klassenleiterin Hildegard Feyrer hatten sich die Erst- und Zweitklässler, ausgerüstet mit Becherlupen, auf den Weg zu dem Waldgebiet gemacht, wo sie von der Försterin erwartet wurden. Die Lupen kamen gleich zum Einsatz. Mit ihnen wurden kleine Tiere wie Spinnen und Käfer sowie Blätter und Nadeln beobachtet und untersucht. Die wie eine Hand aussehenden Ahornblätter unterschieden sich z.B. signifikant von den herzförmigen Lindenblättern. Deutlich wurde auch der Unterschied zwischen spitzen Kiefern- und leicht biegsamen Tannennadeln. Nicht nur die Augen und Ohren waren bei der Exkursion gefordert, auch der Tastsinn. So durften die Kinder verschiedene Baumrinden mit geschlossenen Augen erfühlen. Erstaunt stellte man fest, wie viele Kinderarme es braucht, um den Stamm einer groß gewachsenen Linde zu umfassen. Gleich vier Kinder mussten sich dazu an einem Prachtexemplar die Hände reichen. Interessant war es zu erfahren, dass beim Baum das Wurzelwerk ebenso weit verzweigt ist wie die Baumkrone auslädt. Spannend war für die Kinder ein Experiment, das die Wasserdurchlässigkeit und den dadurch möglichen Transport des Wassers und der Nährstoffe in den Bäumen beweisen sollte. Kleine Baumscheiben wurden auf einer Seite mit einem Spülmittel bestrichen. Erstaunt stellten die Mädchen und Jungen fest, dass durch kräftiges Pusten auf der trockenen Seite Seifenblasen aufstiegen.
Klassenleiterin Feyrer dankte nicht nur der Försterin für die kindgerechte Gestaltung des Unterrichtsvormittags, sondern lobte im gleichen Atemzug die disziplinierte und aufmerksame Mitarbeit der Mädchen und Jungen.





